Wer wir sind

Die HIV-Prävention in Deutschland teilt sich erfolgreich auf in die staatliche Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) und die Deutsche AIDS-Hilfe e.V. (DAH).

Die BzgA richtet ihre Maßnahmen an die gesamte Bevölkerung. Dies geschieht mithilfe von TV-, Kino- und Radiospots, Plakaten, Anzeigen sowie durch Kampagnen in Printmedien und im Internet.

Wir, die Deutsche AIDS-Hilfe e.V. (DAH), entwickeln hingegen als nicht staatliche Organisation Maßnahmen und Angebote besonders für jene Gruppen, die  gesundheitlichen Risiken durch HIV/Aids, Hepatitis und andere sexuell übertragbare Infektionen ausgesetzt sind. Dazu gehören z.B. Männer, die Sex mit Männern haben, Drogengebraucher/inn/en, Menschen in der Sexarbeit, Menschen in Haft sowie Migrant/inn/en aus Ländern, in denen HIV besonders weit verbreitet ist.

Unsere Präventionsarbeit baut auf einer gleichberechtigten Einbeziehung aller auf

Die Deutsche AIDS-Hilfe e.V. (DAH) kooperiert in der HIV-Prävention mit der BzgA und  vielen unterschiedlichen Gruppen, Fachorganisationen und -institutionen. Außerordentlich wichtig für die HIV-Prävention sind u.a. Beratungsfachkräfte in Gesundheitsämtern, lokale Aids-Hilfen, andere Beratungsstellen vor Ort und Ärzt/inn/en. In unseren Dachverband sind insgesamt 130 Organisationen aus den Bereichen Aids-Hilfe, Prävention und Drogenhilfe, aber auch Wohn- und Pflegeprojekte sowie Selbsthilfenetzwerke integriert.

Der Dachverband vertritt nicht nur die Interessen von Menschen mit HIV/Aids in der Öffentlichkeit, sondern auch gegenüber Politik, Wissenschaft und medizinischer Forschung. Zu unseren wichtigsten Aufgaben zählt zudem die Aufklärung über HIV/Aids und anderen sexuell übertragbaren Infektionen. Gezielt sprechen wir die gesellschaftlichen Gruppen an, für die HIV/Aids eine mögliche Bedrohung darstellt. Dabei unterstützen und ermöglichen wir Selbsthilfeaktivitäten einerseits innerhalb dieser Gruppen, und andererseits für Menschen, die bereits mit HIV infiziert sind.

Außerdem bieten wir Aus-, Fort- und Weiterbildungen zu diesen Themen an.

Besonders wollen wir unsere Mitglieder, Selbsthilfegruppen und andere in diesem Feld Tätige ansprechen. Außerdem veröffentlichen wir Materialien (Broschüren, Postkarten, Plakate, Anzeigen und Fachbücher), die in Inhalt, Stil, Motiv und Gestaltung auf unsere Zielgruppen bzw. Communities zugeschnitten sind und die mithilfe von Personen dieser Gruppen konzipiert und umgesetzt werden.

Unser Konzept der „Strukturellen Prävention" hat die Absicht, individuelles Verhalten und gesellschaftliche Verhältnisse (Strukturen) zu beeinflussen, um die Risiken einer Verbreitung von HIV zu reduzieren, die Zielgruppen und Communities zu stärken und sie  an diesem Konzept zu beteiligen.

Migrationsbereich der Deutschen AIDS-Hilfe e.V. (DAH)

Erst 2007 wurde der Bereich Migration innerhalb der DAH als eigenständiger Bereich ins Leben gerufen. Aus verschiedenen Gründen, wie z.B. dem Migrationsgeschehen in Deutschland, entwickelte sich der Arbeitsbereich HIV-Prävention für und mit Migrant/inn/en relativ spät.

Unsere Präventionsarbeit baut auf einer gleichberechtigten Einbeziehung der Migrant/inn/en sowie ihrer Netzwerke und Communities in die Präventionsarbeit auf. Sie ist eine der wichtigen Quellen unserer Fachkompetenz. Fließt das sprachliche, lebensweltliche und kulturelle Wissen unserer Zielgruppen und Communities in die Planungen mit ein, trägt es viel dazu bei, die jeweiligen Lebenswelten besser zu verstehen. Somit gelingt es, Präventionsmaßnahmen zielgruppenspezifisch zu gestalten. Das Aids-Hilfe-Konzept der „Strukturellen Prävention“ ist dabei konsequent anzuwenden, wobei zudem die Ausgrenzung und (strukturelle) Diskriminierung von Migrant/inn/en in Deutschland sowie Alltagsrassismus mitzudenken und zu bekämpfen sind.

Unsere Arbeit deckt folgende Bereiche ab:

Kontakt:

Tanja Gangarova, Fachreferentin für Migration, E-Mail:tanja.gangarova@dah.aidshilfe.de

Alphonsine Bakambamba, Mitarbeiterin Veranstaltungen Bereich Migration, E-Mail: alphonsine.bakambamba@dah.aidshilfe.de