AfroLeben+

AfroLebenPlus wurde 2001 gegründet und ist ein bundesweiter Zusammenschluss von HIV-positiven Migrant/inn/en, der finanziell und strukturell von der Deutschen AIDS-Hilfe e.V. (DAH) unterstützt wird.

Die 18 Mitglieder des Netzwerks AfroLebenPlus kommen vorwiegend aus Ländern Subsahara Afrikas, sprechen unterschiedliche Sprachen und sind an verschiedenen Standorten in Deutschland als HIV-Multiplikator/inn/en aktiv. Sie sind vor Ort gut in ihre Communities eingebunden, leisten präventive sowie politische Arbeit und setzen sich für die Verbesserung der Lebenssituation HIV-positiver Migrant/inn/en ein. Dieses beinhaltet nicht nur Aufklärungsarbeit in Bezug auf tabuisierte Themen wie HIV, sondern auch den Kampf gegen Rassismus und Mehrfachstigmatisierung von Migrant/inn/en in Deutschland.

Die regionalen Treffen der Netzwerkfrauen und -männer dienen dem Austausch von Erfahrungen und Ideen, der gegenseitigen Stärkung und der bundesweiten Vernetzung von AfroLebenPlus. Dabei gibt es ebenfalls die Möglichkeit, gemeinsam mit der Deutschen AIDS-Hilfe e.V. (Link) Informationsmedien und andere Angebote der HIV-Prävention für Migrant/inn/en zu entwickeln (Link AfroLebenVoice). So werden zum Beispiel wichtige Methoden und Medien entworfen, die speziell auf die Zusammenarbeit mit Migrant/inn/en-Communities gerichtet sind. Ferner beteiligt sich AfroLebenPlus aktiv an der Vorbereitung und Umsetzung des bundesweiten Treffens der HIV-positiven Migrant/inn/en.

Die mobile Aufklärungs-Theatergruppe von AfroLebenPlus tritt z. B. auf Straßenfesten oder bei Kulturveranstaltungen auf und informiert mit ihren kreativen, jährlich aktualisierten Darbietungen über HIV/Aids. Die acht beteiligten Frauen und Männer wollen auf diese Weise zur Enttabuisierung der HIV-Infektion und zur Entstigmatisierung HIV-positiver Menschen beitragen. Gegen eine geringe Aufwandsentschädigung kann die Theatergruppe in jeder Stadt für unterschiedliche Events gebucht werden.

                                       AfroLeben+-Koordinatorin Lillian Petry bei der Welt-AIDS-Tag-Kampagne 2018

Weitere Informationen:

Alphonsine Bakambamba, alphonsine.bakambamba@dah-aidshilfe.de